Stand: Oktober 2026 | Ausblick auf das Immobilienjahr 2027
Eine Immobilie kaufen, Mieteinnahmen erzielen und langfristig Vermögen aufbauen: Für viele Menschen gehört eine Eigentumswohnung nach wie vor zu den interessantesten Möglichkeiten der privaten Geldanlage.
Doch lohnt sich der Einstieg in Immobilien als Kapitalanlage auch 2027?
Gestiegene Finanzierungskosten, veränderte Immobilienpreise und höhere Anforderungen an die energetische Qualität haben den Markt in den vergangenen Jahren spürbar verändert.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Immobilieninvestitionen grundsätzlich unattraktiv geworden sind. Entscheidend ist heute stärker denn je, welche Immobilie zu welchem Preis, mit welcher Finanzierung und welchem langfristigen Nutzungskonzept gekauft wird.
In diesem Ratgeber zeigt LB Qualitätsbau GmbH, worauf Kapitalanleger 2027 achten sollten, wie sich die Rendite berechnen lässt und welche Chancen hochwertig sanierte Immobilien in Niederbayern bieten können.
Die kurze Antwort lautet: Ja, Immobilien können auch 2027 eine sinnvolle Kapitalanlage sein – allerdings nicht unabhängig vom Kaufpreis und den individuellen Voraussetzungen.
Während in Zeiten sehr niedriger Finanzierungskosten häufig auf steigende Immobilienwerte gesetzt wurde, müssen Investitionen heute wieder deutlich genauer kalkuliert werden.
Eine wirtschaftlich tragfähige Kapitalanlage sollte sich nicht allein auf zukünftige Preissteigerungen verlassen.
Vielmehr kommt es auf mehrere Faktoren an:
Einen marktgerechten Kaufpreis
Eine nachhaltig erzielbare Miete
Eine passende Finanzierung
Einen guten baulichen und energetischen Zustand
Eine möglichst langfristig stabile Vermietbarkeit
Realistisch eingeplante Kosten und Risiken
Gerade modernisierte Bestandswohnungen können interessant sein, wenn die Sanierung fachgerecht erfolgt ist und die gesamte Gebäudesubstanz berücksichtigt wurde.
Unsere Einschätzung: 2027 dürfte die Qualität der einzelnen Immobilienentscheidung wichtiger sein als der Versuch, den vermeintlich perfekten Kaufzeitpunkt zu treffen.
Wie sich die Immobilienpreise im Jahr 2027 tatsächlich entwickeln werden, lässt sich im Oktober 2026 nicht sicher vorhersagen.
Bereits heute lassen sich jedoch wichtige Einflussfaktoren erkennen.
Die Höhe der Bauzinsen hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie teuer eine Immobilieninvestition monatlich wird.
Schon ein Unterschied von einem Prozentpunkt beim Darlehenszins kann die monatliche Belastung deutlich verändern.
Anleger sollten deshalb nicht ausschließlich mit einer günstigen Anschlussfinanzierung rechnen, sondern mehrere Zinsszenarien durchspielen.
Bei älteren Gebäuden können zukünftige Investitionen in Heizung, Fenster, Dach, Dämmung oder andere Gebäudebestandteile anfallen.
Eine bereits sanierte Wohnung kann den anfänglichen Modernisierungsaufwand reduzieren.
Allerdings sollte auch bei einer frisch renovierten Eigentumswohnung immer der Zustand des Gemeinschaftseigentums geprüft werden.
Nicht jeder Immobilienstandort entwickelt sich gleich.
Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Bevölkerungsentwicklung, Mietnachfrage und das verfügbare Wohnungsangebot beeinflussen die Wirtschaftlichkeit erheblich.
Deshalb kann eine sorgfältig ausgewählte Immobilie in einer regionalen Stadt interessanter sein als ein auf den ersten Blick attraktives Objekt in einer anderen Lage – oder umgekehrt.
Die Höhe des Kaufpreises hängt von Lage, Größe, Zustand, Ausstattung und Nachfrage ab.
Für eine seriöse Investitionsentscheidung sollte deshalb immer der Gesamtaufwand betrachtet werden.
Neben dem eigentlichen Kaufpreis können beispielsweise folgende Kosten entstehen:
Grunderwerbsteuer
Notar- und Grundbuchkosten
Gegebenenfalls Maklerprovision
Finanzierungsnebenkosten
Renovierungs- oder Modernisierungsaufwendungen
Rücklagen für zukünftige Instandhaltung
In Bayern beträgt die Grunderwerbsteuer derzeit 3,5 % des steuerpflichtigen Erwerbsvorgangs. Bei einer Immobilie für 250.000 € entspricht das grundsätzlich 8.750 €.
Weitere Erwerbsnebenkosten fallen zusätzlich an.
Wichtig: Eine Immobilie sollte nicht allein deshalb gekauft werden, weil der Quadratmeterpreis günstig erscheint.
Ein niedriger Kaufpreis kann durch hohen Sanierungsbedarf, geringe Mieterträge oder ungünstige Bewirtschaftungskosten schnell relativiert werden.
Wie wirtschaftlich kann eine vermietete Eigentumswohnung tatsächlich sein?
Betrachten wir eine vereinfachte Musterrechnung.
|
Position |
Annahme |
|---|---|
|
Kaufpreis |
250.000 € |
|
Kaufnebenkosten, beispielhaft 5,5 % |
13.750 € |
|
Gesamtinvestition |
263.750 € |
|
Monatliche Nettokaltmiete |
950 € |
|
Jährliche Nettokaltmiete |
11.400 € |
|
Bruttomietrendite auf den Kaufpreis |
4,56 % |
Die Bruttomietrendite errechnet sich aus der jährlichen Nettokaltmiete geteilt durch den Kaufpreis.
11.400 € ÷ 250.000 € × 100 = 4,56 %
Das ist zunächst ein Orientierungswert.
Denn aus der Bruttomietrendite allein lässt sich noch nicht ableiten, wie viel Geld der Eigentümer monatlich zur Verfügung hat.
Angenommen, die Investition wird mit folgenden Konditionen finanziert:
|
Position |
Annahme |
|---|---|
|
Darlehensbetrag |
200.000 € |
|
Sollzinssatz |
3,5 % pro Jahr |
|
Anfängliche Tilgung |
2,0 % pro Jahr |
|
Monatliche Darlehensrate |
ca. 917 € |
|
Monatliche Nettokaltmiete |
950 € |
|
Nicht umlagefähige Kosten und laufende Reserve |
150 € |
|
Monatlicher Cashflow vor Steuern |
ca. −117 € |
In diesem Beispiel ergibt sich also zunächst eine monatliche Zuzahlung von rund 117 €.
Die Rechnung setzt einen vereinfachten Anfangszustand voraus und enthält weder einen zusätzlichen Leerstandspuffer noch größere Sonderumlagen oder ungeplante Reparaturen.
Auch steuerliche Auswirkungen sind noch nicht berücksichtigt.
Die Darlehensrate enthält nicht nur Zinsen, sondern auch Tilgung.
Durch die Tilgung reduziert sich die Restschuld. Damit kann langfristig Vermögen aufgebaut werden.
Trotzdem darf dieser Vermögensaufbau nicht mit sofort verfügbarer Liquidität verwechselt werden.
Ein Investor muss sich die monatliche Zuzahlung leisten können – auch bei vorübergehendem Leerstand oder zusätzlichen Kosten.
Die entscheidende Frage lautet deshalb:
Passt die Kombination aus monatlichem Cashflow, Risikoprofil und langfristigem Vermögensaufbau zu meiner persönlichen finanziellen Situation?
Die passende Finanzierung entscheidet wesentlich über die langfristige Wirtschaftlichkeit einer Kapitalanlage.
Bei der Planung sollten Kapitalanleger insbesondere auf vier Punkte achten.
Eigenkapital kann die erforderliche Darlehenshöhe reduzieren und die Finanzierungskonditionen beeinflussen.
Ob eine hohe oder niedrige Eigenkapitalquote sinnvoll ist, hängt unter anderem von Einkommen, Vermögen, Sicherheitsreserven und Anlagezielen ab.
Eine längere Zinsbindung kann Planungssicherheit schaffen.
Eine kürzere Bindung kann unter bestimmten Umständen günstigere Konditionen ermöglichen, birgt aber ein früheres Anschlusszinsrisiko.
Eine niedrige anfängliche Tilgung entlastet zwar die monatliche Rate, lässt aber die Restschuld langsamer sinken.
Anleger sollten deshalb prüfen, wie hoch die Darlehensrestschuld am Ende der Zinsbindung voraussichtlich ist.
Wer sämtliche verfügbaren Mittel in den Kauf investiert, verfügt möglicherweise nicht mehr über ausreichend Reserven.
Eine Kapitalanlage sollte finanziell auch dann tragbar bleiben, wenn zwischenzeitlich Reparaturen, zusätzliche Kosten oder Mietausfälle entstehen.
Vermietete Immobilien können steuerliche Vorteile bieten.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Absetzung für Abnutzung, kurz AfA.
Bei der regulären linearen Gebäudeabschreibung gelten grundsätzlich folgende Sätze für Wohngebäude:
|
Fertigstellung |
Reguläre jährliche AfA |
|---|---|
|
Nach dem 31. Dezember 2022 |
3 % |
|
1925 bis einschließlich 2022 |
2 % |
|
Vor 1925 |
2,5 % |
Die Abschreibung bezieht sich grundsätzlich auf den abschreibungsfähigen Gebäudewert und nicht auf den Grundstücksanteil.
Für bestimmte neue Wohngebäude können darüber hinaus besondere Abschreibungsmöglichkeiten bestehen, etwa die degressive AfA oder die Sonderabschreibung nach § 7b EStG.
Dafür müssen jedoch jeweils die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sein.
Bei umfassend sanierten Bestandsimmobilien ist insbesondere wichtig, dass eine Sanierung nicht automatisch zu einem höheren regulären AfA-Satz führt.
Neben der Gebäudeabschreibung können bei einer vermieteten Immobilie unter bestimmten Voraussetzungen weitere Werbungskosten steuerlich berücksichtigt werden.
Dazu zählen beispielsweise Finanzierungszinsen und bestimmte laufende Aufwendungen.
Wichtig: Steuerersparnisse sind nicht garantiert und hängen immer von der individuellen steuerlichen Situation ab.
Vor einer Investitionsentscheidung empfiehlt sich deshalb die Abstimmung mit einer qualifizierten Steuerberatung.
Sowohl Neubauten als auch sanierte Bestandswohnungen können interessante Kapitalanlagen sein.
Welche Variante sinnvoller ist, hängt von der konkreten Immobilie und der Finanzierungsstruktur ab.
Mögliche Vorteile:
Moderne Bauweise und energetische Standards
Häufig geringerer anfänglicher Instandhaltungsbedarf
Zeitgemäße Ausstattung
Je nach Objekt besondere steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten
Zu beachten sind insbesondere Kaufpreis, Fertigstellungsrisiken, Ausführungsqualität und die erzielbare Miete.
Mögliche Vorteile:
Bereits bestehende Wohnlagen und Infrastruktur
Bei geeigneten Objekten kurzfristige Vermietbarkeit
Modernisierter Wohnkomfort
Gegebenenfalls ein anderes Verhältnis zwischen Kaufpreis und erzielbarer Miete als bei Neubauten
Zu prüfen sind vor allem die Qualität der Sanierung, die technischen Anlagen und mögliche zukünftige Investitionen am Gemeinschaftseigentum.
LB Qualitätsbau legt bei eigenen Immobilienprojekten besonderen Wert auf die sorgfältige Entwicklung und Modernisierung von Wohnraum.
Unser Ziel ist es, zeitgemäße Wohnungen mit langfristiger Nutzbarkeit und wirtschaftlich nachvollziehbaren Investitionsmöglichkeiten zu verbinden.
Neben großen Ballungsräumen können auch regionale Immobilienmärkte Chancen für Kapitalanleger bieten.
LB Qualitätsbau beschäftigt sich mit Wohnimmobilien insbesondere in Niederbayern und ausgewählten weiteren bayerischen Standorten.
Bei der Standortauswahl sind unter anderem folgende Fragen entscheidend:
Deggendorf: Wie entwickeln sich Nachfrage, Infrastruktur und erzielbare Mieten in der jeweiligen Mikrolage?
Hengersberg und Umgebung: Welche Käufer- und Mietergruppen kommen für den jeweiligen Wohnungstyp infrage?
Landshut: Wie stehen Kaufpreis und nachhaltig erzielbare Nettokaltmiete im Verhältnis zueinander?
Straubing und Passau: Welche lokalen Rahmenbedingungen beeinflussen die Vermietbarkeit und die langfristige Standortattraktivität?
Ein seriöser Standortvergleich sollte konkrete Angebotsdaten, tatsächlich erzielbare Mieten und objektbezogene Kosten berücksichtigen.
Pauschale Aussagen wie „In dieser Stadt steigen die Preise garantiert“ sind keine geeignete Grundlage für eine Investitionsentscheidung.
Ein niedriger Kaufpreis ist kein ausreichendes Qualitätsmerkmal.
Entscheidend ist eine nachhaltig erzielbare Miete, nicht der höchstmögliche Wunschbetrag.
Nicht alle laufenden Kosten können auf Mieter umgelegt werden. Zusätzlich können Sonderumlagen entstehen.
Steuerliche Effekte sind abhängig von der individuellen Situation und sollten nicht als garantierte Liquidität eingeplant werden.
Auch Immobilien können an Marktwert verlieren.
Eine schön renovierte Wohnung schützt nicht automatisch vor Investitionen an Dach, Fassade oder Heizungsanlage.
Ein ungeplanter Kostenanstieg sollte nicht sofort zu finanziellen Schwierigkeiten führen.
Eine Immobilieninvestition kann insbesondere für Menschen interessant sein, die langfristig Vermögen aufbauen und dabei bewusst unternehmerische Verantwortung als Vermieter übernehmen möchten.
Wichtig sind eine ausreichende finanzielle Stabilität, ein angemessener Anlagehorizont und die Bereitschaft, mögliche Schwankungen bei Liquidität und Immobilienwert auszuhalten.
Weniger geeignet kann eine fremdfinanzierte Immobilienanlage sein, wenn kurzfristig auf das investierte Kapital zugegriffen werden muss oder keine ausreichenden finanziellen Reserven bestehen.
Wer eine Kapitalanlage erwägt, sollte vor dem Kauf stets die individuelle Finanzierungs- und Risikosituation prüfen.
Der erfolgreiche Kauf einer Kapitalanlage beginnt mit einer fundierten Auswahl.
Bei LB Qualitätsbau verbinden wir regionale Immobilienerfahrung mit dem Fokus auf hochwertige Bau- und Sanierungsqualität.
Wir unterstützen Interessenten dabei, eine Immobilie nicht nur anhand ihrer Optik zu beurteilen, sondern auch hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit.
Dabei betrachten wir insbesondere:
Die bauliche Qualität der Immobilie
Die voraussichtliche Vermietbarkeit
Die relevanten Kauf- und Nebenkosten
Mögliche Finanzierungslösungen
Die langfristigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Unser Anspruch ist eine transparente Investitionsentscheidung mit nachvollziehbaren Zahlen und realistischen Erwartungen.
Ja, eine Eigentumswohnung kann auch 2027 eine sinnvolle Kapitalanlage sein. Entscheidend sind Kaufpreis, Miete, Finanzierung, Standort, Zustand und das persönliche Risikoprofil.
Eine allgemeingültige Mindestrendite gibt es nicht. Welche Rendite erforderlich ist, hängt insbesondere von Finanzierungskosten, laufenden Ausgaben, Risiko und Anlagehorizont ab.
Eine Finanzierung mit sehr wenig oder ohne Eigenkapital kann unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein. Sie erhöht jedoch regelmäßig die Finanzierungsrisiken und ist nicht für jeden Käufer geeignet.
Beide Varianten können sinnvoll sein. Ein Neubau bietet häufig moderne energetische Standards, während eine fachgerecht sanierte Bestandswohnung je nach Objekt eine wirtschaftlich interessante Alternative darstellen kann.
Bei vermieteten Immobilien können beispielsweise Gebäudeabschreibungen und bestimmte Werbungskosten steuerlich berücksichtigt werden. Die tatsächlichen Auswirkungen müssen individuell ermittelt werden.
Einzelne Standorte und Objekte können interessant sein. Voraussetzung ist eine sorgfältige Prüfung von Mietnachfrage, Kaufpreis, Zustand und laufenden Kosten.
Eine Immobilie kann auch 2027 ein wichtiger Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau sein.
Die vergangenen Jahre haben allerdings gezeigt, dass erfolgreiche Immobilieninvestitionen nicht auf pauschalen Preissteigerungsversprechen beruhen sollten.
Wichtiger sind eine fundierte Kaufentscheidung, realistische Mietannahmen, eine passende Finanzierung und eine sorgfältige Prüfung des baulichen Zustands.
Gerade hochwertige Neubauwohnungen und fachgerecht sanierte Bestandsimmobilien können bei geeigneten Rahmenbedingungen interessante Perspektiven eröffnen.
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Einkommensteuergesetz § 7 – Absetzung für Abnutzung: https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__7.html
Einkommensteuergesetz § 7b – Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau: https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__7b.html
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Die dargestellten Berechnungen sind Modellbeispiele und stellen weder eine Renditezusage noch eine individuelle Finanzierungs-, Steuer- oder Anlageberatung dar.
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